Die SPD Erding trauert um ihre Ehrenvorsitzende

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserer langjährigen Parteigenossin, Ehrenvorsitzenden und Freundin Eva Kolenda.

Mit Eva Kolenda verliert die Erdinger Sozialdemokratie eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg das politische und gesellschaftliche Leben unserer Stadt entscheidend mitgeprägt hat. Ihr Engagement war geprägt von Menschlichkeit, sozialer Gerechtigkeit, Verantwortungsbewusstsein und einer tiefen Verbundenheit mit den Menschen in Erding.

1971 trat Eva Kolenda in die SPD ein – aus der festen Überzeugung heraus, dass Politik das Leben der Menschen verbessern kann. Was mit einer Mitgliedschaft begann, entwickelte sich zu einem Lebenswerk im Dienst der Sozialdemokratie und der Stadt Erding. Schon früh übernahm sie Verantwortung im Ortsverein, gründete die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen mit und war von 1990 bis 1996 Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Erding. Für ihr jahrzehntelanges Wirken wurde sie 2020 unter dem herzlichen Beifall vieler Mitglieder – besonders der jüngeren Generation – zur Ehrenvorsitzenden unseres Ortsvereins ernannt.

Von 1990 bis 2014 gehörte Eva Kolenda dem Erdinger Stadtrat an. Zwölf Jahre lang führte sie mit großer Kompetenz und Weitsicht die SPD-Stadtratsfraktion. Von 2008 bis 2014 vertrat sie die Stadt als Dritte Bürgermeisterin.

Besonders am Herzen lag ihr der soziale Zusammenhalt. 1992 gründete sie den Erdinger Mieterverein, dessen Vorsitzende sie viele Jahre blieb. Als Aufsichtsrätin und Aufsichtsratsvorsitzende der Baugenossenschaft Erding setzte sie sich unermüdlich für bezahlbaren Wohnraum ein. Ihrem beharrlichen Einsatz ist es auch zu verdanken, dass Erding heute über einen qualifizierten Mietspiegel verfügt – ein wichtiger Beitrag zu mehr Gerechtigkeit auf dem Wohnungsmarkt.

Ihr politischer Kompass war stets klar: das Bemühen um Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich. Sie trat entschlossen für Integration ein, stellte sich jeder Form von Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus entgegen und machte die Solidarität mit den Schwächeren zum roten Faden ihres politischen Handelns.

Für ihre großen Verdienste erhielt Eva Kolenda hohe Auszeichnungen. Die Stadt Erding ehrte sie 2014 mit der Goldenen Stadtmedaille – einer Auszeichnung, die nur wenigen Persönlichkeiten zuteilwird. Die Sozialdemokratie verlieh ihr bereits 2011 die Willy-Brandt-Medaille, eine ihrer höchsten Ehrungen. Zuletzt konnten wir ihr mit großer Freude für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD danken.

Doch keine Auszeichnung beschreibt vollständig, was Eva Kolenda für uns war. Sie war Vorbild, Ratgeberin, Mutmacherin und eine verlässliche Freundin. Mit ihrer Herzlichkeit, ihrer Bescheidenheit und ihrer unerschütterlichen Überzeugungskraft hat sie Generationen von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten geprägt und inspiriert. Wir verlieren einen außergewöhnlichen Menschen, dessen Wirken weit über politische Ämter hinausreichte. Ihr Einsatz für die Menschen in unserer Stadt, ihre Haltung und ihre Menschlichkeit werden unvergessen bleiben.

Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen Angehörigen. Wir werden Dich in ehrender und dankbarer Erinnerung behalten.